Zusammen wachsen

Sozialpädagogische Familienhilfe

Jede Familie kann in eine Krise geraten. Die Familienhilfe bietet einen Blick von außen, wenn das Zusammenleben schwierig ist und begleitet und berät Familien in Überforderungs-, Konflikt- oder Krisensituationen. Wir kommen über einen Zeitraum von mehreren Monaten bis zu zwei Jahren zu Ihnen nach Hause, und unterstützen bei Erziehungsthemen, der Lösung von Konflikten, dem Umgang mit wichtigen Institutionen ( Schule, Kita, etc.) , der Einbindung in soziale Netzwerke und der Bewältigung von Alltagsproblemen. Es geht vor allem darum: sich als Familie zu kennen und stark zu sein und (wieder)Spaß miteinander zu haben.

Bindungssensible Familienhilfe

  • Frei

Bindungssensible Familienhilfe

Spezialisierte Unterstützung für Eltern in der wichXgen Phase der frühen Bindungsentwiclung. Wir helfen Ihnen, Ihr Kind sensibel wahrzunehmen und zu fördern.

  • 0–3 Jahre
  • Ambulante Hilfe
  • §30 SGB VIII

Familienhilfe

  • Belegt

Familienhilfe ab drei Jahren

Unterstützung im Familienalltag. Wir begleiten Familien dabei, ihre Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen und neue Lösungen zu finden.

  • Ab 3 Jahre
  • Ambulante Hilfe
  • 1–2 Termine/Woche

Erziehungsbeistandschaft

  • Frei

Erziehungsbeistandschaft

Direkte Unterstützung für Jugendliche auf ihrem Weg. Wir arbeiten mit den jungen Menschen selbst zusammen – wenn Eltern sie nicht allein begleiten können.

  • Jugendliche & Eltern
  • Ambulante Hilfe
  • §30 SGB VIII

Alles Wichtige auf einen Blick

Fragen & Antworten

Sozialpädagogische Familienhilfe ist eine Unterstützung für Familien, die in einer Krise stecken, sich überfordert fühlen oder wiederkehrende Konflikte nicht allein lösen können. Sie unterstützt Eltern bei ihrer Erziehung im Alltag, in der Freizeit oder im Umgang mit Institutionen wie Schule oder Kita, wenn es hakt.

Wir kommen zu Ihnen nach Hause und schauen uns zusammen an, was schon gut läuft und in welchen Momenten es immer wieder stressig wird. Manchmal drücken wir die Stopp-Taste, um Konflikte zu vermeiden. Und wir übernehmen auch mal Eltern-Aufgaben, um Familien zu entlasten oder Kinder zu schützen.

Das Ziel ist, dass einzelne Familienmitglieder entdecken, wie sie gemeinsam zufriedener sein und schließlich wieder allein weitermachen können.

Wir schauen uns genau an, was eine Familie gerade braucht. Die Art der Unterstützung soll zum Entwicklungsstand der Kinder und zur Familie passen.

Für Babys oder Kleinkinder ist das Wichtigste, eine sichere Bindung zu den Erwachsenen zu entwickeln, die ganz nah dran sind. Je größer Kinder werden, umso mehr müssen Eltern regeln, jonglieren und überprüfen, ob ihre Erziehung noch zu ihren Bedürfnissen passen. Vielleicht werden Freundschaften und Hobbys wichtiger, die Kinder sollen eigene Aufgaben übernehmen, wie Hausaufgaben machen, Geschwister kommen zur Welt und die Rollen in der Familie verändern sich.

Bei Jugendlichen geht es darum, selbständig zu werden, sich auszuprobieren und Dinge selbst regeln zu lernen. Sie brauchen aber trotzdem Erwachsene, die sie aufmerksam begleiten. Je älter und reifer die Kinder oder Jugendlichen sind, desto mehr bestimmen sie selbst mit, worum es bei der Unterstützung geht.

Die Sozialpädagogische Familienhilfe ist meist* freiwillig. Wenn die Kinder noch jung sind, entscheiden sich die Eltern dafür zusammen mit dem Jugendamt. Ab etwa vierzehn Jahren können sich Jugendliche auch selbst sagen, wenn sie eine Erziehungsbeistandschaft wollen.
Sozialpädagogische Familienhilfe wird vom jeweils zuständigen Jugendamt finanziert und muss deshalb bewilligt werden. Dafür findet eine sogenannte Hilfeplanung statt: Alle wichtigen Beteiligten besprechen, was die Ziele sein sollen. In regelmäßigen Abständen wird überprüft, ob sie erreicht wurden, sich verändert haben oder die Familie noch etwas anderes braucht.

Die Hilfeplangespräche können im Jugendamt stattfinden oder auch anderswo, zum Beispiel bei uns im Abendroth-Haus oder bei Ihnen zu Hause.

Für manche Menschen ist es unangenehm, in einem Amt zu sein. Sie dürfen als Eltern immer sagen, wenn Sie sich unwohl fühlen oder sich etwas anders wünschen.

Manchmal sind Kinder in Familien sehr schlecht versorgt. In solchen Fällen kann der ASD einem Träger den Auftrag erteilen, zu kontrollieren, ob beispielsweise genügend Lebensmittel vorhanden sind oder das Kindeswohl durch andere Umstände gefährdet ist. Der ASD sucht grundsätzlich die mildeste Maßnahme um das Kindeswohl sicher zu stellen.
Das bedeutet dass in manchen Fällen die Familien vor der Wahl stehen, eine Hilfe anzunehmen um die Situation für Ihre Kinder zu verbessern oder das Jugendamt sich an das Familiengericht wendet, um die Kinder in Obhut zu nehmen.
Wenn Eltern sich überwinden können, eine Hilfe anzunehmen, obwohl es ihnen vielleicht schwer fällt, können viele Krisen mit einer Sozialpädagogischen Familienhilfe überwunden werden.
Zunächst gibt es eine Hilfeplangespräch mit dem ASD und den Pädagog*innen. Sie lernen sich kennen und verabreden Ziele.
Die Familie und die Pädagog*innen machen in der Regel dann 1-2- Termine pro Woche ab, an denen der/die Helfer/in zu Ihnen nach Hause kommt.
Sie arbeiten gemeinsam an den Zielen, sei es Entlastung in den Alltag zu bekommen, Familienregeln aufzustellen, mit Behörden in Kontakt zu treten oder Erziehungsfragen zu klären. Der/die Pädagog*in kann auch zu Terminen begleiten oder sie bereiten gemeinsam Gespräche vor.
Je nachdem worum es geht und wie gut die Zusammenarbeit läuft, kann so eine Hilfe einige Monate oder bei Bedarf auch 2 Jahre dauern.

Wir kommen und wir gehen auch wieder.
Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe.

Ihre Ansprechpartnerin

Melanie Zastrow

Ihre Ansprechpartnerin

Silke Wiechol

„Wir sind Impulsgeber für gelingende Elternschaft.
Das ist der Gedanke, der uns als Team trägt.“

Melanie Zajrow, Bereichsleitung Mutter/Vater-Kind-Wohnen